Zeitreise nach Bristol/Virginia zum Geburtsort der Country-Musik

Interaktives Museum „Birthplace of Country Music“ gedenkt mit Artefakten, Mischpult und kleinem Tonstudio der legendären „Bristol Sessions“ von 1927 –Neues CD-Album „Orthophonic Joy“ mit zahlreichen aktuellen Country-Stars

1927 war ein wichtiges Jahr für die Country-Musik: In dem Städtchen Bristol auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Virginia und Tennessee nahm der Produzent Ralph Peer im Sommer mit einem mobilen Tonstudio Songs mehrerer Dutzend Sänger und Bands dieser damals häufig noch als „Hillbilly“, „Cowboy“ oder „Oldtime“ bezeichneten und nur bei einer kleinen Fangemeinde populären Musikrichtung auf. Die „Bristol Sessions“ jedoch legten den Grundstein für den großen Durchbruch von Country-Musik, und die veröffentlichten Aufnahmen machten die Carter Family und Jimmie Rodgers zu den ersten Mega-Stars der Szene. Die hohe Bedeutung, die dieses Ereignis hatte, belegt auch eine vom US-Kongress im Jahr 1998 verabschiedete Resolution, die Bristol offiziell zur „Geburtsstätte der Country-Musik“ kürte.

„Birthplace of Country Music“ heißt auch das Museum in Bristol/Virginia, in dem das Erbe der „Bristol Sessions“ bis heute lebendig ist. Das Museum ist eine Zweigstelle der hochrenommierten Smithonian Institution in Washington DC und präsentiert auf über 2.200 Quadratmetern wertvolle Artefakte aus der Geschichte der Country-Musik wie alte Instrumente, Schallplatten und Poster. Anhand von Schautafeln erfahren Besucher auch einiges über die musikalischen Impulse, die von den legendären 1927er Aufnahmen ausgingen und welche Spuren sie bei heute in der Musik hinterlassen. Natürlich sind auch alle von den damaligen Aufnahmen entstandenen Veröffentlichungen zu hören sowie Adaptionen moderner Musiker. An einem Mischpult können die Gäste zudem dem Original-Sound ganz neue Töne abgewinnen, oder sie testen ihre eigenen Gesangskünste in einem kleinen Tonstudio. Hinzu kommen Wechselausstellungen. Die aktuelle Schau „New Harmonies: Celebrating Roots Music“ beschäftigt sich bis 30. September 2015 unter anderem mit typisch amerikanischen Stilrichtungen wie Zydeco, Tejano und Bluegrass.

Das „Birthplace of Country Music“ Museum ist dienstags bis samstags ab 10 Uhr, sonntags ab 13 Uhr geöffnet.

Zu einem ganzen Wochenende mit Live-Country-Musik lädt außerdem das dreitägige Festival „Bristol Rhythm & Roots Reunion“ ein. Mehr als 120 Sänger und Bands treten dann vom 18. bis 20. September 2015 auf der State Street in der historischen Innenstadt Bristols.

„Orthophonic Joy“: der Sound von damals in modernem Gewand

Wie lebendig der Geist von damals auch heute noch ist, belegt das „Birthplace of Country Music“ Museum mit zahlreichen Initiativen. Ein besonderes Highlight ist das jüngst mit Unterstützung der Virginia Tourism Corporation, dem Tennessee Department of Tourist Develpoment und dem Bristol Convention and Visitor Bureau als Doppel-CD veröffentlichte Album „Orthophonic Joy“. Darauf haben Country-Musikstars wie Dolly Parton, Emmylou Harris, Keb‘ Mo‘, Marty Stuart, Sheryl Crow, Vince Gill und viele andere Lieder aufgenommen, wie sie für die Appalachen-Region im Südwesten Virginias und in Tennessee typisch sind und wie sie teils seit Generationen gespielt werden. Damit aber nicht genug: Zwischen den Songs erzählt der bekannte amerikanische Radiomoderator Eddie Stubbs mit Originaleinspielungen Anekdoten und Hintergründe zu den Aufnahmen von 1927. „Orthophonic Joy“ ist im Mai 2015 bei Legacy Recordings erschienen und im Fachhandel sowie als Download bei Amazon und iTunes erhältlich.

Capital Region USA – Washington DC, Maryland und Virginia. Von den monumentalen Denkmälern in Washington DC über die beeindruckenden Berglandschaften Virginias bis hin zu den malerischen Wasserwegen Marylands – die Hauptstadtregion der USA ist das historische Herz der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Stadtbild der lebendigen Metropole Washington DC wird geprägt durch eindrucksvolle Monumente und bemerkenswerte Museen, von denen die meisten kostenlos besichtigt werden können. Virginia beeindruckt mit seinen historischen Stätten über die Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges, seiner einzigartigen Natur im Shenandoah National Park und den langen Stränden in Virginia Beach. Entlang der Chesapeake Bay erstreckt sich auch der Bundesstaat Maryland mit seiner Segelhauptstadt Annapolis und Baltimore als Anlaufpunkt für große Kreuzfahrtschiffe. Insgesamt 13 Ferienstraßen, sogenannte Scenic Drives, verbinden Teile der Region miteinander und laden zu einer ereignisreichen Rundreise mit dem Mietwagen ein. Jährlich besuchen rund 170.000 Deutsche die Capital Region USA.

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